Wasser ist die Grundlage allen Lebens. Das gilt sowohl für den Menschen als auch für seine Tiere. Auch in der Milchviehhaltung spielt sauberes und hygienisch einwandfreies Tränkewasser eine zentrale Rolle für Tiergesundheit und Leistung.
Bereits bei der Aufzucht von Kälbern und Jungtieren ist sauberes Wasser neben hochwertigem Futter ein entscheidender Faktor. Für Milchkühe ist Wasser einer der wichtigsten Nährstoffe. Hochleistungskühe benötigen täglich bis zu 160 Liter Wasser, um ihren Stoffwechsel aufrechtzuerhalten und die Milchproduktion zu sichern.
Bei höheren Temperaturen steigt der Wasserbedarf zusätzlich deutlich an.
Tierärzte berichten, dass sowohl Kälber als auch Milchkühe empfindlich auf bakteriologische Verunreinigungen im Wasser reagieren. Kontaminiertes Wasser kann zu Verdauungsstörungen, geringem Wachstum bei Kälbern und Jungvieh sowie zu ernsthaften Erkrankungen bei Milchkühen führen.
Bakterien, Algen, Hefen und Schimmelpilze im Wasser verursachen häufig Euterentzündungen, hohe Zellzahlen und Klauenprobleme.
Zusätzlich wird der Geschmack des Wassers beeinträchtigt, sodass Ihre Tiere weniger trinken. Das wirkt sich direkt negativ auf die Milchleistung aus.
Die optimale Wasserqualität dauerhaft sicherzustellen ist in der Praxis schwierig.
Maßnahmen wie Wasserenthärtung, Filterung und UV-Behandlung können chemische Verunreinigungen reduzieren.
Bei mikrobiologischen Belastungen sind sie jedoch oft nicht ausreichend.
Mikroorganismen können trotz dieser Maßnahmen im System verbleiben und die Gesundheit der Tiere beeinträchtigen.
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Im Rohrleitungssystem bilden sich sogenannte Biofilme (Abb. 1). Dabei handelt es sich um Schleimschichten aus mineralischen Ablagerungen und organischen Stoffen. In diesen Schichten vermehren sich Keime, Pilze, Algen und Hefen. Das Wasser wird dadurch kontinuierlich belastet.
Werden Tränken nicht regelmäßig gereinigt (Abb. 2), breiten sich diese Mikroorganismen weiter aus und verschlechtern die Wasserqualität zusätzlich.
Die Folge ist trübes und muffiges Wasser, das von den Tieren schlechter aufgenommen wird.
Die Wasserqualität lässt sich nur durch eine gezielte Untersuchung zuverlässig beurteilen. Dabei werden physikalische, chemische und mikrobiologische Parameter geprüft.
Überschreiten die Werte die gesetzlichen Grenzwerte, ist das Wasser als Tränkewasser nicht geeignet.
Auf Basis der Analyse entwickeln wir eine passende Lösung für ihren Betrieb.
Wichtige Richtwerte:
Zu den relevanten Keimen gehören unter anderem E. coli, Klebsiellen, Enterobakterien und Serratia marcescens. Sie weisen auf Verunreinigungen im System hin.
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Wir entnehmen auf Ihrem Hof gemeinsam mit Ihnen die Wasserproben. Eine an Ihrem Brunnen und eine Wasserprobe an der letzten Tränke – mit Fotodokumentation.
In einem zertifizierten Labor erfolgt eine genaue Analyse der Proben mit allen relevanten Parametern.
Wir besprechen mit Ihnen die Laborergebnisse und stellen für Ihre individuelle Situation
eine Handlungsempfehlung aus.
Falls notwendig und von Ihnen gewünscht, erhalten Sie ein ausführliches Angebot für die Grundreinigung Ihres kompletten Wasser-Rohrleitungssystems im Stall.
Auch enthalten ist unsere Empfehlung und unser Angebot bezüglich einer angemessen und Ihren Anforderungen entsprechenden Wasseraufbereitungsanlage zur dauerhaften Vorbeugung eines erneuten Biofilms in Rohrleitung und Tränken.
Bei Bedarf übernehmen wir die Reinigung Ihres Systems und unterstützen Sie bei der Installation geeigneter Lösungen für dauerhaft hygienisches Tränkewasser.